Geschrieben von Jen da Hen in
Cusco, Peru
Freitag, 26. September 2008
An unserem letzten vollen Tag in Cusco sind wir ins heilige Tal der Inka gefahren und haben uns noch ein paar Ruinen angeguckt. Danach hatten wir allerdings erst mal genug von den Inka, denn nach Sacsayhuamán, Q’engo, Pukapukara, Tambomachay und Machu Picchu hatten wir einfach voll den Durchblick. So viel Neues gibt es dann auch nicht mehr zu entdecken.
 Das heilige Tal
Die erste Station auf unserem Trip war Pisac, die zweitgrößte gut erhaltene Ruine nach Machu Picchu. Was mich beeindruckt hat, sind die Entfernungen, die zwischen den einzelnen „Stadtteilen“ liegen. Zwischen politischem, religiösem und Handelszentrum wandert man gut 25 Minuten über die Berge.
 Landwirtschaftliche Terrassen und Handelszentrum
 Tempel im religiösen Zentrum
 Handelszentrum (vom Tempel aus) Danach ging es ab nach Ollantaytambo. Auch hier liegt das Handelszentrum gegenüber auf einem anderen Berg. Die Inka mussten ganz schön weit laufen, wenn sie was zu essen haben wollten. Außerdem waren sie ein Hamsterverein, denn in ihren Vorratskammern konnten sie Futter für bis zu zehn Jahren lagern.
 Die Terrassen von Ollantaytambo
 Wohnen und dem Sonnengott huldigen
 Vorratskammern auf dem Berg gegenüber
 Inkakinder mit Lamababy Unsere letzte Station an diesem Tag war Chinchero, eine alte Kolonialkirche, die die Spanier einfach auf dem Palast eines Inka erbauten. Die Kirche ist vollgestopft mit Gold und komplett bemalt. Schön, aber eben eine Kirche – nicht so megaspektakulär.
 Chincheros Kirche Zum Schluss wurde uns dann noch gezeigt, wie die Indígenas ihre Kleidung herstellten. Am Anfang steht das Alpacafell, denn das ist viel weicher als das der normalen Lamas. Zuerst wird es gewaschen, denn Tiere sind dreckig – wissen wir ja. Dazu benutzt man das natürliche Shampoo der Inka: Eine Wurzel, die gerieben eine Art Waschmittel ergibt.
 Alpacafell waschen Danach wird die Wolle gesponnen – das läuft in etwa so ab, wie früher bei uns: Mit einer Handspindel. Die gewonnenen Fäden werden dann in einer Mischung aus Wasser, Salz und verschiedensten Pflanzen gefärbt.
 Gefärbt! Danach werden die Fäden auf einen Rahmen gesponnen, damit sie danach einfach verwebt werden können. Ein langwieriger Akt, aber dafür sind die Klamotten qualitativ auch nicht zu schlagen.
 Aufspannen
 Weben Nach diesem anstrengenden Tag ging es für uns nur noch ins Restaurant und danach ins Bett. Morgen geht’s auch schon zurück nach Lima und bald bin ich dann schon wieder im guten alten Kölle!
|